Was sind Brautschuhpfennige?

Dieser frühere Brauch kommt auch heute wieder zunehmend in Mode. In früheren Zeiten war es üblich, dass die Braut bereits Jahre vor ihrer Hochzeit, manchmal sogar schon im Kindesalter, damit begann, Pfennige für ihre künftigen Brautschuhe zu sammeln. Jeder Pfennig wurde sorgsam Stück für Stück beiseite gelegt, um für die Hochzeitsschuhe zu sparen. Oft gaben auch Freunde und Verwandte Pfennigstücke dazu.

War es dann endlich soweit und die junge Frau wollte heiraten, musste bis dahin eine stattliche Anzahl Pfennigstücke zusammengekommen sein. Am Wert der Brautschuhe, die die Braut dann von ihren gesparten Pfennigstücken kaufte, konnten Bräutigam und Hochzeitsgäste die Sparsamkeit der künftigen Ehefrau ablesen. Je fleißiger sie gespart hatte, desto schönere Brautschuhe konnte sie sich zu ihrer Hochzeit aussuchen.

Heute wird zwar keine Braut mehr ihre Brautschuhe in Centstücken bezahlen, Sparsamkeit macht sich aber auch heute noch bezahlt. Daher bekommen viele junge Mädchen eine Aussteuer, mit der sie dann die erste eigene Wohnung einrichten können. Mit dem Geld, das für sie im Laufe der Zeit angespart wurde oder das sie selbst angespart haben, können sie sich ihre Hochzeitsausstattung, also auch die Brautschuhe, kaufen.

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